Türkiye Cumhuriyeti

Bern Büyükelçiliği

Büyükelçilik Duyurusu

Antwort Von Botschafter Hüseyin Müftüoğlu, Sprecher Des Aussenministeriums, Auf Eine Frage In Bezug Auf Die Berichterstattung Der Blick-zeitung In Der Schweiz Über Das Referendum In Der Türkei , 14.03.2017

Wir verurteilen aufs Schärfste die Berichterstattung der Schweizer Blick-Zeitung in der heutigen (13. März) Ausgabe, die einerseits beleidigende Ausdrücke über unseren Präsidenten beinhaltet und andererseits irreführende Aussagen im Zusammenhang des Referendums über die Verfassungsänderung, das am 16. April 2017 in unserem Land stattfinden wird, trifft. Es steht außer Frage, dass wir diese Beschuldigungen und Vorwürfe nicht akzeptieren.


Die Einnahme einer derartig parteiischen und voreingenommenen Haltung hinsichtlich des Referendums in der Türkei, das in einem demokratischen und transparenten Rahmen durchgeführt werden wird, kann in keiner Beziehung zur Pressefreiheit und zum Journalismus stehen. Dies gilt ebenso wenig für die offene Aufforderung an unsere Bürgerinnen und Bürger, in einer bestimmen Art und Weise zu wählen oder die Zuschreibung beleidigender Ausdrücke an einen mit großer Unterstützung seines Volkes gewählten Präsidenten.


Es ist eindeutig keine aufrichtige Herangehensweise, wenn kritisiert wird, die innenpolitischen Entwicklungen und Debatten in der Türkei übertrügen sich auf Drittländer und gleichzeitig eine Propagandaaktivität gegenüber unseren im Ausland lebenden Bürgerinnen und Bürgern unternommen wird. Es wird ersichtlich, dass diejenigen, die diese Behauptungen aufstellen, nicht genügend Informationen über die Türkei und das Referendum haben und unter dem Einfluss der feindlichen Haltung bestimmter Kreise stehen.


Wir erwarten von der Redaktion und den Journalisten der Zeitung Blick, dass sie in ihrer Türkei-Berichterstattung das Prinzip des sachlichen Journalismus respektieren und presseethische Standards einhalten. Des Weiteren erwarten wir, dass Schritte zur Kompensierung dieser Respektlosigkeit gegenüber unseren Präsidenten eingeleitet werden. Denn unparteiischer Journalismus bedingt dies.