Türkiye Cumhuriyeti

Bern Büyükelçiliği

Büyükelçilik Duyurusu

Kurz-information Über Ausländische Terrorkämpfer , 28.05.2015

Kurz-Information über Ausländische Terrorkämpfer

Die Türkei versucht seit Beginn des Bürgerkrieges in Syrien in 2011 allem voran die Aufmerksamkeit Europas und der Weltöffentlichkeit hinsichtlich der „Ausländischen Terrorkämpfer“ zu wecken. Die Türkei wies öfters daraufhin, dass insbesondere pro- Baschar Assad-Kämpfer aus den Nachbarländern und nahe gelegenen Ländern nach Syrien einsickern. Während die Welt heute lediglich über ausländische Terrorkämpfer (türk.YTS), die an der Seite der Daesh Platz nehmen, diskutiert, werden tausende von ausländischen Terrorkämpfern (YTS), die aus Staaten wie Iran, Libanon und anderen kommen und sich Assad’s Armee anschließen, außer Acht gelassen.

Die Anzahl der Kämpfer der Daesh einschließlich der ausländischen Terrorkämpfer (YTS) wird auf ungefähr auf 25.000 geschätzt. Es ist bekannt, dass sich aus der Türkei nur ca. 800 - 900 Personen der Daesh angeschlossen haben.

Laut dem Stand von Ende Mai 2015 befinden sich auf der Einschränkungsliste der Türkei 14.000 Personen. 18 Prozent dieser Personen stammen aus Europa und Nordamerika, 56 Prozent aus Nordafrika und aus dem Mittleren Osten.

Der Grund für die hohe Anteilnahme aus Europa könnte daran liegen, dass keine erforderlichen Maßnahmen für die Abwehr der zunehmenden Radikalisierung in Europa getroffen werden. Außerdem sind die Maßnahmen für die Beobachtung dieser Personen und die Verhinderung dieser Personen an der Ausreise unzureichend. Dies kann im gewissen Maße als Widerspiegelung der mangelhaften Integrationspolitik bewertet werden.

Um die Teilnahme an der Daesh verhindern zu können erwartet die Türkei von den Bezugsländern einen aktiveren Austausch von geheimdienstlichen Informationen. Die Türkei hat diese Forderung auf jeder Plattform zum Ausdruck gebracht.

Es sollte bedacht werden wie die Zukunft der 1 Million und 800.000 Menschen aussehen würde, wenn die Türkei ihre 1.300 km lange Grenze mit dem Irak und Syrien gänzlich schließen würde. Es sollte bekannt sein, dass es nicht leicht ist seine lange Grenze in einer Region mit solchen schwierigen geographischen Bedingungen vollständig unter Kontrolle zu halten.

Die Türkei befindet sich weltweit auf Platz 6 als größter Anziehungspunkt für Touristen und jedes Jahr reisen 38 Millionen Touristen in die Türkei. Die Beobachtung jedes Touristen, welches legal in das Land einreist ist erstens technisch nicht möglich und zweitens gegen die Prinzipien der Demokratie und Freiheit.

Es ist durchaus einfacher als Anhänger radikaler Gruppen verdächtigte Personen bei der Einreise in die Türkei und bei ihrer Ausreise nach Syrien zu verhindern.

Die Europa-Länder müssen aktiver bei der Übermittelung von Namen und Daten in die Türkei sein. Zurzeit haben sich zwar die Probleme darüber reduziert, in der Vergangenheit gab es jedoch bedeutende Verspätungen.

Die Türkei, die Daesh seit dem 10. Oktober 2013 auf der Terrorliste hat und mehrmals durch diese Organisation angegriffen und bedroht wurde, hat ihre Maßnahmen für Grenzsicherheit beachtlich erhöht. Im Rahmen dieser Maßnahmen wurden 1.350 Personen ausgewiesen und 14.000 Personen aus 98 Ländern haben ein Einreiseverbot bekommen.

In diesem Rahmen haben unsere Geheimdienst-, Terrorbekämpfungs- und Illegale Handelsabteilungen der Polizei gemeinsam die „Risikoanalysenzentren“ errichtet. Diese Zentren, die überall in der Türkei in internationalen Flughäfen und risikoreichen Busbahnhöfen errichtet wurden, arbeiten 24 Stunden am Tag mit ihrem spezialisierten Personal. In diesen Risikoanalysenzentren wurden bis heute mehr als 2000 Personen kontrolliert von denen fast der Hälfte ein Einreiseverbot erteilt wurde.

Getroffene Maßnahmen:

Die Behauptung die Grenzen weisen viele Schlupflöcher auf ist nicht richtig. Die Türkei führt eine Politik der „offenen Tür“ und keine Politik der „offenen Grenzen“. Das ist nicht das Gleiche. Mit den sich verändernden Entwicklungen in der Region haben alle betreffenden Institutionen bedeutende Maßnahmen getroffen.

Die Gendarmerie, Polizei, Streitkräfte und andere Institutionen haben in Zusammenarbeit in den Grenzstädten extra Maßnahmen für Bekämpfung vom illegalen Handel und Grenzsicherheit getroffen. Im Rahmen der Grenzsicherheit wurden in 2014 333 km lange Graben ausgehoben, 60 km lange Barrieren errichtet, ein 160 km langes Stacheldrahtzaun und eine 13 km lange Mauer gezogen und eine 267 km große Fläche belichtet. Außerdem wurde die Grenzsicherheit mit Wärmebild- und Nachtsichtkamera gestärkt.

In 2013 wurden 54.000 Personen die versuchten illegal in unser Land einzuwandern festgenommen. In 2014 waren es 71.000. Jetzt in 2015 wurden in den ersten fünf Monaten 23.500 Personen festgenommen.

In 2013 wurden mehr als 78 Millionen Liter illegales Öl beschlagnahmt. In 2014 betrug diese Zahl über 79 Millionen Liter. In 2014 hat sich dieser Betrag um das 4fache erhöht und hat die 20 Million Grenze erreicht. Darüber hinaus wurden in diesen zwei Jahren illegale Pipeline von 350.000 Meter entsorgt.